In einem Taxi nach Paris

Es war ein lauer Sommerabend, vier Freunde, eine verrückte Idee – Lotto spielen.

Gesagt. Getan. Gewonnen. Wohin mit dem Geld? Die Antwort war schnell gefunden – in einem Taxi nach Paris, da wir zwei frisch verliebte Pärchen waren und immer noch sind. Ein paar Wochen später war es so weit und wir saßen im Auto, unserem Taxi nach Paris, und machten eine Nacht Zwischenstopp in Antwerpen. Ich kann diese schöne Stadt nur jedem auf die To-Visit-Liste setzen. 

Antwerpen strahlt eine Herzlichkeit, Ruhe und Glückseeligkeit aus. Einfach traumhaft. Spaziergänge entlang der Schelde lassen dir den Wind um die Nase wehen während Boote und Schiffe vorbeischippern. Die Gildehäuser am Markt sind ein gutes Fotomotiv und ein Grußbild aus Antwerpen für alle Lieben daheim. Die Stadtburg, das älteste Gebäude in Antwerpen, versprüht seinen ganz eigenen Zauber. Mystisch, erhaben und stark. Vom Scheldeufer erhält man einen wundervollen Blick auf die Liebfrauenkirche.

Nach einem Morgenspaziergang ging es mit einem lachenden und einem weinenden Auge weiter nach Paris. Alle Augen leuchteten, als die Autobahnschilder das erste Mal „Paris“ zeigten. Für mich ist es immer wieder schön in diese Stadt zu kommen. Vorbeifahrend am Stade de France muss ich immer an Céline Dions Song „J’irai ou tu iras“ denken. Toller Song – live im Stade de France, einfach faszinierend. Mühselig näherten wir uns Montmartre. Unsere Unterkunft haben wir via Airbnb im 18. Arrondissement gefunden. Eine gemütliche Zweiraumwohnung am Fuße des Montmartre. Ich liebe Montmartre.

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© Emanuel Walter
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© Emanuel Walter

Die erste Amtshandlung war dann das Erklimmen des Montmartre und die Besichtigung der Sacre-Coeur. Keine andere Sehenswürdigkeit hat mein Herz so im Sturm erobert wie diese Basilika. Worte reichen nicht aus, um sie zu beschreiben. Man muss sie fühlen.IMAG0373IMAG0385

Wie jede Touristenattraktion in Paris ist auch diese von Straßenmusikern und Verkaufs“ständen“ gut besucht. Den faden Beigeschmack liefern Taschendiebe! Also gebt acht auf eure Habseligkeiten!

Nach dem Erklimmen der Außentreppe und dem anschließenden Aufstieg hinauf in den Dom, wird man mit einem wunderschönen Blick über Paris belohnt.

Am Abend wurde Montmartre weiter erkundet. Kleine enge Gassen, einladende Lokale und Souvenirshops, Straßenmusiker – das pure Savoir vivre hautnah spüren.

Am zweiten Tag wurde halb Paris unsicher gemacht. Wir legten 21 km zu Fuß zurück und jeder der einzelnen Schritt war es wert. Ein traumhafter Herbsttag. Sonne, Wärme, Liebe. Wir starteten mit der Metro in Montmarte und fuhren bis zum Hôtel des Invalides, wo wir  nicht unweit davon auf einer Grünfläche unser Frühstück einnahmen – Camembert mit ofenwarmen Baguette sowie eine Flasche frisch gepressten Orangensaft.

Nach der Besichtigung des Hôtel des Invalides spazierten wir weiter in Richtung Eiffelturm. Immer wieder tauchte der Stahlkoloss zwischen den Häuserfronten auf. Ein aufregendes Gefühl, wenngleich für mich die Sacre-Coeur der Inbegriff von Pariser Sehenswürdigkeiten ist und das größte Lächeln ins Gesicht zaubert.

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Ein paar Gehminuten weiter trat er dann in ganzer Größe in Erscheinung. Le Tour Eiffel. Es muss gesagt werden, dass er mit seiner stattlichen Größe sehr imponierend ist, doch  Gänsehautmomente gibt es in Paris noch viel häufiger und das an wesentlich unbedeutsameren Orten.

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Wir schlenderten an der Seine dem Nachmittag entgegen und kamen am Grand Palais, Place de la Concorde, Musee Orsay, Louvre und Notre Dame vorbei.

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Die Île de la Cité und ihre kleinen Straßen und Gassen ist ein Spaziergang wert, wenngleich die Füße schon schmerzen.

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Der nächste Tag brachte uns ins 5. Arrondissement (Arrondissement de Panthéon) von Paris. Es ist das älteste Stadtviertel von Paris und wie die vorherigen Stadtviertel – einfach traumhaft schön. Ich kann mich da immer nur wiederholen. Ich liebe diese Stadt. Das Panthéon, die Sorbonne und die Rue de Mouffetard. Zauberhaft. Letzteres ist ein absoluter Paristipp. Eine der ältesten Straßen in Paris und für kulinarische Genießer jeden Besuch wert. Hier könnt ihr beim Au P’tit Grec die weltbesten Crêpes und Galettes essen. Gestärkt zogen wir weiter durch die Straßen von Paris und ließen uns einfach treiben und die Stadt wirken. Wie immer wird es nicht der letzte Besuch gewesen sein. Paris – ich komme wieder.

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