Kinderessen für jeden Tag

Wer kennt das nicht − die Kinder möchten lieber lustige Gesichter auf ihren Tellern als eine langweilige, nichtssagende Schnitte. Oder noch besser ein Würstchen, was wie ein Tintenfisch aussieht. Die kleinen Mäuse sind genauso bedacht wie wir Erwachsenen „Das Auge isst bekanntlich mit“.

Wenn sich jemand fragt, wie dieses Zeitschriftenkonsortium überlebt und wer diese ganzen Zeitschriften alle kauft. Hier! Ich bin’s. Aber nicht diesen Klatsch & Tratschkram. Den mag ich gar nicht und lese ihn höchstens mal beim Friseur oder Zahnarzt. Da gibt es aber noch diese ganzen Food-Zeitschriften oder Inspirenden, wie „flow“ . Ich habe sie alle. Von „Lecker“ über „slowly veggie und „das schmeckt“ bis hin zu „mutti kocht am besten“. Die Zeitschriften sind gut, nur koche ich daraus viel zu selten. Aber durch diese Sucht kam ich auch zum Heftchen „Partyrezepte für Kinder“. Gesehen, gekauft. Hier habe ich schon einiges ausprobiert, gerade weil der kleine Ritter des Hauses sich Rezepte ausgesucht hat. Die eignen sich für jeden Tag und natürlich auch als Menü zum Kindergeburtstag.

Am allerliebsten werden hier die Goldschätze vernascht. Quasi Chicken McNuggets und knusprige Pommes dazu. Jedoch werden die Chicken McNugget kinderfein mit Fähnchen aufgehübscht. Da können Streifen und Punkte drauf oder auch Piraten, Totenköpfe und sogar ein Batman hat es mal auf das Fähnchen geschafft, sodass sie beim Kindergeburtstag der letzte Schrei waren.

Hin und wieder gibt es auch mal Schnittchen bei uns und wenn es dann ganz speziell sein soll, steche ich Wurst und Käse mit Plätzchenformen aus und kleckse mit Ketchup rum. Oder es gibt leckere Partyspieße. Da braucht man nur Babybel, Snacksalami und kleine Tomaten. Schwupp die wupp sind die im Kindermund verschwunden.

Als Bonusmama lasse ich mir hin und wieder was lustiges einfallen, um das Essen so attraktiv wie eine Pizza zu gestalten und so gesund wie einen Salat. Bisher wurde alles aufgemampft. Und wenn der Obstteller eine hochgewachsene Palme ist, schmecken sogar die grünen Kiwi“blätter“.

Liebe Grüße

fräulein wunderwald

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Mensch – das große Mysterium der Ehrlichkeit

Ich habe in den letzten Wochen neue Entdeckungen gemacht beim Beobachten von Menschen. Da ist mir so einiges komisch vorgekommen, dass mich arg zum Grübeln angeregt hat. Nicht mal Wildfremde habe ich beobachtet, sondern Menschen in meinem Umfeld. Vielleicht schrecken ja manche zusammen oder erkennen sich wieder, vielleicht hilft es dem einen oder anderen sein Handeln selbst zu reflektieren.

Immer wieder fällt mir auf, dass die Menschen eine verschrobene Ehrlichkeit mit sich führen. Warum? Möchte niemand mehr, dass andere ehrlich zu einem sind und verhalten sich deshalb selber so? Ist Unehrlichkeit der bequemere Weg im Leben?

Ich platze lieber damit heraus, was ich denke. Das muss ja nicht böse gesagt werden, aber so wissen andere, woran sie bei mir sind. Quasi wen ich mag, merkt das und wen ich nicht mag, halt auch.

Ich sage, was ich von gewissen Dingen halte. Wer (m)eine ehrliche Meinung nicht hören möchte, sollte nicht danach fragen. Jeder sollte sich immer bewusst sein, Dinge zu hören, die man evtl. nicht hören mag.

Aber es gibt Menschen, die erzählen heute „so“ vor dir und dann, ja dann passiert irgendetwas, vielleicht schmoren ein paar Synapsen durch, und sie haben aus dem Nichts eine völlig andere Meinung. Und du stehst da und fragst dich ernsthaft, ob du zuvor vielleicht eine Mittelohrentzündung hattest und schlecht gehört hast.

Glaubt ihr, dass ihr dauerhaft von anderen ernst genommen werdet, wenn ihr euch immer wieder so verhaltet. Jeder dem sowas passiert oder euch dabei ertappt, wendet sich doch dann von euch ab, weil man nicht mehr sicher sein kann, dass ihr ehrlich zu einem seid.

Steht doch mal offen dazu, was ihr denkt. Wieso seid ihr via-à-vis so gespielt unehrlich? Ich rede hier nicht von Teenies. Nein, Erwachsene zwischen Ende 20 bis 50. Da frage ich mich ernsthaft „Was läuft in eurem Leben schief“?

Ich möchte jedenfalls lieber ehrliche Meinungen hören. Hören, wenn ich Fehler mache. Hören, wenn etwas dumm von mir war. Damit kann ich besser umgehen als wenn mir dauerhaft der Kopf wie vom Welpen gestreichelt wird und alle sagen „Fein gemacht“. Lasst eure Gedanken, Meinungen, Tipps raus. Macht euch frei.

Ich werde zukünftig noch ehrlicher sein. Warum? Weil es nichts bringt, mit seiner Meinung hinter dem Berg zu halten. Nur wer seine ehrliche Meinung äußert, weiß auch, wer ehrlich zu einem ist und deswegen nicht gleich wegrennt. Als ich vor vier Wochen im Blumenladen das Trauergesteck für meine Mama bestellen musste, sagte mir die Inhaberin: „Eure Mama war immer direkt. Das mochte vielleicht nicht jeder, aber man wusste immer gleich, woran man bei ihr war“. Das ging runter wie Öl und ich möchte das fortführen. Nicht nur etwas sagen, um zu Gefallen. Das ist Blödsinn. Seid ehrlich und akzeptiert die Ehrlichkeit eurer Mitmenschen, auch wenn sie euch nicht gefällt, aber diese Menschen meinen es gut mit euch.

Hamburg – auch ohne Musical eine Reise wert.

Anfang Februar reisten wir für ein Wochenende nach Hamburg. Manche rümpfen jetzt sicherlich die Nase wegen der Jahreszeit, ich kann nur sagen: es war traumhaft. Wir hatten bestes Hamburgwetter. Sonnenschein am Freitag und Samstag sowie Schneeflocken am Sonntag.

Wir wollten aus der An- und Abfahrt ein kleines Abenteuer machen und buchten uns kurzerhand Tickets bei Flixbus. Reicht die Antwort „Sonntagmorgen, eingekuschelt im Hotelbett mit einem leckeren Schwarzen Tee, buchte ich freudestrahlend ein Zugticket und stornierte die Rückreise per Flixbus“. Die Anreise verlief zwar ohne Komplikationen, jedoch war es nicht das richtige für uns. Für diese Reisestrecke war die Fahrtdauer doch etwas zu eng zum Sitzen. Für Kurzstrecken ist der Flixbus eine gute Alternative zur Bahn, aber bei knapp 4,5 Stunden Fahrt von Magdeburg nach Hamburg war es nicht die komfortabelste Lösung.

Hamburg begrüßte uns Freitagmittag mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Unsere Koffer haben wir kurzerhand beim DB Gepäckservice abgegeben und starteten unsere Stadttour.

Route 1 Hauptbahnhof — Rathaus — Speicherstadt — Elbufer

Vom Hauptbahnhof über die Spitaler- und Mönckebergstraße erreicht man das Hamburger Rathaus. Das Rathaus hat was erhabenes und schaut so allmächtig aus.

Ein kleiner Rundgang am Rathaus und anschließend suchten wir den Weg zur Speicherstadt. Glücklicherweise ist Hamburg auf planlose Touristen vorbereitet und die Straßenschilder weisen einem den Weg. Wir schlenderten durch die Straßen, schauten den zum Mittagstisch eilenden Personengruppen zu und freuten uns einfach über diesen wunderbaren Tag.

Über den Kibbelsteg kehrten wir in die Speicherstadt ein und waren sofort begeistert. Die Speicherstadt mit ihren riesigen Lagerhäusern ist zurecht UNESCO-Welterbe. Was soll ich sagen: „Es war beeindruckend“. Die angrenzenden Neubauten fand ich nicht so attraktiv. Man hat das Gefühl, die Architekten wollten sich bei jedem Gebäude neu erfinden und übertreffen.

Das Ziel war natürlich die Elbphilharmonie. Je näher man dem Gebäude kommt, desto imposanter erscheint es einem. Ich hatte vorher nie ein Gefühl dafür, wie groß sie tatsächlich ist und sie ist sehr groß. Gigantisch. Beeindruckend.

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Am Elbufer spazierten wir eine ganze Weile entlang. Hach, es ist so schön dort. Ich mag das Wasser und könnte niemals in einer Stadt ohne großen Fluss wohnen. Es fasziniert mich einfach und ist zeitgleich so beruhigend.

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Route 2 Sternschanze – Landungsbrücken – Alter Elbtunnel – Fähre

Am nächsten Tag machten wir uns vom Hotel aus in der Sternschanze zu Fuß auf den Weg zu den Landungsbrücken. Streetart und das St. Pauli Fußballstadion durchkreuzten unseren Weg. Bemalte Häuserfronten sind in der Schanze keine Seltenheit und erfreuen sicherlich den einen oder anderen Kunstliebhaber, wenng. Es war einige gute Stücke dabei, das muss ich mal so sagen.

Am Hafen angekommen, überlegten wir lange, ob wir eine Hafenrundfahrt machen, entschieden uns aber erstmal für den Alten Elbtunnel und durchquerten die Elbe zu Fuß. Der Abstieg ist nicht ganz gering, sodass man dafür gut zu Fuß sein sollte. Unten angekommen ist es kaum zu glauben, dass man nun unterhalb des Wasser auf die andere Hafenseite spaziert. Dort angekommen schlenderten wir ein ein wenig durch das Industriegebiet und nahmen eine Fähre zurück an den Fischmarkt. Und da wurde uns die Entscheidung über eine Schifffahrt schon abgenommen, denn mir bekam schon die kurze Fährfahrt nicht. Ups. Wir spazierten nochmal durch die Speicherstadt und stoppten am Meßmer Momentum. Leider war die Teelounge gefüllt, sodass wir nur im Shop ein paar Teesorten aussuchten und unseren Spaziergang fortsetzten und schlussendlich mit der Ringbahn abschlossen. Die U-Bahn, die meist überirdisch fährt, ist ein super Fortbewegungsmittel, um eine kleine Stadtrundfahrt zu machen. Sie ist nicht so überfüllt, wie die Touribusse und kostet weniger, natürlich sieht man auch weniger, aber für eine nette Tour an der Elbe entlang genau das richtige. 

Wir waren ansonsten nur zu Fuß unterwegs und haben auch kein Museum oder Highlight wie Hamburg Dungeon oder ähnliches besucht. Unser Wetter war einfach zu schön. Wir haben die frische Luft, Sonne und das Umherschlendern einfach mal genossen, saßen in Cafes und beobachteten die Leute. Beim Abendessen haben wir gelernt – doch lieber vorher was reservieren. Die kleine Tapasbar im Schanzenviertel war leider ausgebucht und in der Bullerei saßen wir und sind noch während des Wartens auf die Bedienung wieder gegangen, weil es uns doch zu versnobt war. Sowas ist mir vorher auch noch nie passiert. Wir fühlten uns dort einfach nicht wohl. Also gingen wir kurzerhand in unser Hotelrestaurant und das war keine schlechte Wahl. Das Mövenpick-Hotel führt eine ausgezeichnete Gastronomie.

Auch das Hotel an sich war hervorragend. Es ist schon ziemlich imposant, wenn man das Hotel betritt und diese kleine Fahrt „nach oben“ macht.

Der alte Wasserturm wurde zum Hotel Mövenpick ausgebaut. Auf der Fahrt zur Rezeption kann man die einzelnen Bauschritte bewundern. Das Hotel überzeugt mit Service, gutem Essen und einer traumhaften Aussicht.

Wann hat man schon mal so dekatent angerichtetes Tartar serviert bekommen. Ein kleiner kulinarischer Orgasmus.

Es war ein perfektes Hamburgwochenende und ich kann euch so eine Städtetour nur empfehlen.

Eure Moni