Mein Weg zur gesünderen Ernährung

Ernährung │ Wohlfühlgewicht │ Teil 1

Januar 2018. Wie so viele andere habe ich mir auch vorgenommen, im neuen Jahr wieder gesünder zu leben. Oder einfach gesagt „bewusster zu essen“. Ich möchte nicht direkt sagen „Gesunde Ernährung“, denn ich kenne mich gut genug, dass ich das niemals zu 100 % durchziehen könnte. Dafür ist Essen viel zu sehr Genuss für mich. Ich möchte Essen einfach wieder bewusster erleben und nicht nur ungehemmt reinschaufeln. Mir war gar nicht bewusst, was ich an manchen Tagen so alles gegessen habe. Wenn man das aufschreibt und vor Augen führt, erschreckt man sichtlich.

Ich habe vor knapp zwei Jahren meinen Glutenkonsum heruntergeschraubt und zeitweise komplett darauf verzichtet. Das war wunderbar. Weniger Kopfschmerzen, fitter und viel konzentrierter. Also setzte ich mir als erstes Ziel „Wieder Weniger Gluten“. Das erfüllte mich jedoch noch nicht ganz. Ich suchte nach einem Ansporn, mich selbst zu kontrollieren. Einige Stunden und x-gelesene Blogbeiträge später entschied ich mich für *Weight Watchers. Ich dachte mir „Moni, versuch es doch einfach mal“. Also zückte ich mein Handy und installierte die App. Erstmal ein 3-Monatsabo. Wenn ich damit meinen gewünschten Erfolg erziele, werde ich es sicherlich fortfahren.

Ich zähle also keine Kalorien mehr, ich zähle Punkte – sogenannte Smarpoints. Ich habe eine auf meine Lebensweise abgestimmte Anzahl an Smartpoints für jeden Tag zur Verfügung sowie Extrapunkte für die Woche, um mal ins Restaurant zu gehen oder etwas zu naschen. Bei Weight Watchers haben viele Lebensmittel null Smartpoints und man kann davon ungehemmt essen. Ein kleiner flexibler Luxus. Das war ein Argument, was mich ziemlich überzeugt hatte, Weight Watchers auszuprobieren. Einfach mal Geflügel oder Obst und Gemüse essen, keine Punkte aufbrauchen und dennoch satt sein. Besonders in der schnellen Mittagspause zwischen Tastatur und Monitor eine gute Möglichkeit seine Ernährung zu kontrollieren. Der gesunde Menschenverstand weiß selbstverständlich, was eine normale Portion ist, sodass man auch bei „0 Smartpoint Produkten“ nicht zum übermäßigen Schlemmen kommt.

Sehr hilfreich ist die App bei den kleinen Dingen, die ich oft unterschätzt habe − bezogen auf das Verhältnis von Menge & Kalorien. Öl, Butter, Frischkäse, Quark und Joghurt können ziemlich punkteraubend sein. Wenn man sich genauer damit befasst, kann man zu den bewussteren Sorten greifen und spart Punkte, um sein Tageslimit nicht zu überschreiten. Ich stehe ziemlich häufig im Supermarkt und scanne die Produkte. Da kann so ein Einkauf schon mal 60 Minuten dauern, aber am Ende freue ich mich, wenn ich die „guten“ Lebensmittel im Wagen habe. Mit der Zeit bekommt man auch Übung für die guten Lebensmittel und greift generell zu ihnen.

Und wenn jetzt einige denken „sie macht Weight Watchers“ – warum das denn? Sie ist doch „normal“. Was ist schon normal? Ein jeder hat sein persönliches Wohlfühlgewicht. Ich habe meins deutlich überschritten, da die Liebe bei mir ganz gewiss durch den Magen geht. Mein Herzmann kocht zu gut. Trotz alledem werde ich hin und wieder ins Restaurant gehen, Chips und Nüsse knabbern und mir ein gutes Glas Gin Tonic gönnen. Alles andere wäre euch nur vorgespielt.

Ich möchte euch ab sofort mit wöchentlichen Rezepten verwöhnen und den einen oder anderen hilft es vielleicht auch ein wenig, die Ernährung umzustellen oder sich Inspirationen zu holen.

*keine Kooperation / freiwillige Werbung

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Tomaten-Brotauflauf

Ein neues Rezept entdeckte ich bei LECKER als ich mal wieder im Auto vor dem Supermarkt saß und überlegte „was soll es heute eigentlich zu essen geben“. Nachdem das Rezept gefunden war, ging es in den Supermarkt und anschließend zügig nach Hause. Denn wie immer knurrt der Magen schon beim Einkaufen.

Für die Zubereitung benötigt ihr folgende Zutaten:

1 Topf Basilikum

4-5 Rispentomaten

1 Ciabatta

2 Becher Crème Fraîche

3 Eier

6 Esslöffel Milch

Pfeffer und Salz

Optional: Schafskäse und 2 Knoblauchzehen

Die Tomaten und das Ciabatta in Scheiben schneiden und abwechselnd in die eingefettete Auflaufform legen. Crème fraîche, Eier und Milch gut verrühren. Wer Knoblauch am Essen mag,  verfeinert die Sauce mit Knoblauch.

Tomaten-Brotauflauf

Anschließend die Sauce über die Tomaten und das Ciabatta geben. Um den Auflauf mit einem Topping zu krönen, empfiehlt sich Schafskäse – nehmt Original-Schafskäse, um den intensiven Geschmack zu bekommen.

 

Anhang 1

Den Auflauf für 20 min bei 175 Grad im Backofen erhitzen. Danach etwas abkühlen lassen und anschließend mit einem kalten Glas Weißwein servieren.

Anhang 3

Guten Appetit!

In einem Taxi nach Paris

Es war ein lauer Sommerabend, vier Freunde, eine verrückte Idee – Lotto spielen.

Gesagt. Getan. Gewonnen. Wohin mit dem Geld? Die Antwort war schnell gefunden – in einem Taxi nach Paris, da wir zwei frisch verliebte Pärchen waren und immer noch sind. Ein paar Wochen später war es so weit und wir saßen im Auto, unserem Taxi nach Paris, und machten eine Nacht Zwischenstopp in Antwerpen. Ich kann diese schöne Stadt nur jedem auf die To-Visit-Liste setzen. 

Antwerpen strahlt eine Herzlichkeit, Ruhe und Glückseeligkeit aus. Einfach traumhaft. Spaziergänge entlang der Schelde lassen dir den Wind um die Nase wehen während Boote und Schiffe vorbeischippern. Die Gildehäuser am Markt sind ein gutes Fotomotiv und ein Grußbild aus Antwerpen für alle Lieben daheim. Die Stadtburg, das älteste Gebäude in Antwerpen, versprüht seinen ganz eigenen Zauber. Mystisch, erhaben und stark. Vom Scheldeufer erhält man einen wundervollen Blick auf die Liebfrauenkirche.

Nach einem Morgenspaziergang ging es mit einem lachenden und einem weinenden Auge weiter nach Paris. Alle Augen leuchteten, als die Autobahnschilder das erste Mal „Paris“ zeigten. Für mich ist es immer wieder schön in diese Stadt zu kommen. Vorbeifahrend am Stade de France muss ich immer an Céline Dions Song „J’irai ou tu iras“ denken. Toller Song – live im Stade de France, einfach faszinierend. Mühselig näherten wir uns Montmartre. Unsere Unterkunft haben wir via Airbnb im 18. Arrondissement gefunden. Eine gemütliche Zweiraumwohnung am Fuße des Montmartre. Ich liebe Montmartre.

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© Emanuel Walter
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© Emanuel Walter

Die erste Amtshandlung war dann das Erklimmen des Montmartre und die Besichtigung der Sacre-Coeur. Keine andere Sehenswürdigkeit hat mein Herz so im Sturm erobert wie diese Basilika. Worte reichen nicht aus, um sie zu beschreiben. Man muss sie fühlen.IMAG0373IMAG0385

Wie jede Touristenattraktion in Paris ist auch diese von Straßenmusikern und Verkaufs“ständen“ gut besucht. Den faden Beigeschmack liefern Taschendiebe! Also gebt acht auf eure Habseligkeiten!

Nach dem Erklimmen der Außentreppe und dem anschließenden Aufstieg hinauf in den Dom, wird man mit einem wunderschönen Blick über Paris belohnt.

Am Abend wurde Montmartre weiter erkundet. Kleine enge Gassen, einladende Lokale und Souvenirshops, Straßenmusiker – das pure Savoir vivre hautnah spüren.

Am zweiten Tag wurde halb Paris unsicher gemacht. Wir legten 21 km zu Fuß zurück und jeder der einzelnen Schritt war es wert. Ein traumhafter Herbsttag. Sonne, Wärme, Liebe. Wir starteten mit der Metro in Montmarte und fuhren bis zum Hôtel des Invalides, wo wir  nicht unweit davon auf einer Grünfläche unser Frühstück einnahmen – Camembert mit ofenwarmen Baguette sowie eine Flasche frisch gepressten Orangensaft.

Nach der Besichtigung des Hôtel des Invalides spazierten wir weiter in Richtung Eiffelturm. Immer wieder tauchte der Stahlkoloss zwischen den Häuserfronten auf. Ein aufregendes Gefühl, wenngleich für mich die Sacre-Coeur der Inbegriff von Pariser Sehenswürdigkeiten ist und das größte Lächeln ins Gesicht zaubert.

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Ein paar Gehminuten weiter trat er dann in ganzer Größe in Erscheinung. Le Tour Eiffel. Es muss gesagt werden, dass er mit seiner stattlichen Größe sehr imponierend ist, doch  Gänsehautmomente gibt es in Paris noch viel häufiger und das an wesentlich unbedeutsameren Orten.

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Wir schlenderten an der Seine dem Nachmittag entgegen und kamen am Grand Palais, Place de la Concorde, Musee Orsay, Louvre und Notre Dame vorbei.

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Die Île de la Cité und ihre kleinen Straßen und Gassen ist ein Spaziergang wert, wenngleich die Füße schon schmerzen.

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Der nächste Tag brachte uns ins 5. Arrondissement (Arrondissement de Panthéon) von Paris. Es ist das älteste Stadtviertel von Paris und wie die vorherigen Stadtviertel – einfach traumhaft schön. Ich kann mich da immer nur wiederholen. Ich liebe diese Stadt. Das Panthéon, die Sorbonne und die Rue de Mouffetard. Zauberhaft. Letzteres ist ein absoluter Paristipp. Eine der ältesten Straßen in Paris und für kulinarische Genießer jeden Besuch wert. Hier könnt ihr beim Au P’tit Grec die weltbesten Crêpes und Galettes essen. Gestärkt zogen wir weiter durch die Straßen von Paris und ließen uns einfach treiben und die Stadt wirken. Wie immer wird es nicht der letzte Besuch gewesen sein. Paris – ich komme wieder.